Anwendung in der Praxis

In der Praxis werden die Tests und Korrekturen der applied Kinesiology verwendet


AK-Testung bei Allergien, Unverträglichkeiten und sonstigen Überempfindlichkeitsreaktionen
Da die AK, im Gegensatz zu den meisten schulmedizinischen Diagnoseverfahren - die zu testenden Substanzen mit der Schleimhaut des Patienten in Kontakt bringt (Mund oder Nase) werden bessere Hinweise auf gewisse Allergie- und Unverträglichkeitsphänomene als die herkömmlichen Allergietestverfahren.

Viele chronische Krankheiten und Störungen haben ihre Ursache in einer Stoffwechselstörung.     

Über den Test der Applied Kinesiology können Funktionsstörungen der Stoffwechselorgane Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse und Darm          festgestellt und die geeignete Therapie wie z.B. Entsäuerung, Allergiebehandlung, Darmsanierung, Entgiftung oder Ausleitung von Schwermetallen gefunden werden.

Anwendung in der manuellen Medizin

Über den Test der AK können sowohl Läsionen der Wirbelsäule, der Gelenke und der Muskulatur festgestellt und deren Korrektur herausgefunden werden. 


Beispiel: 

Bewegungseinschränkung in einem Gelenk. Die zugehörenden Muskeln reagieren schwach oder verspannt. Durch die richtige Manipulation, z. B. eine Muskeltechnik oder eine osteopathische Technik reagieren die Muskeln normal und zeigen so die exakte Therapie. 

 

Kinesiologie

Was ist angewandte Kinesiologie?

AK (angewandte Kinesiologie) ist eine hauptsächlich diagnostische Methode, mit der durch Testung einzelner Muskeln und ihrer Stärkeänderung durch Reize und wie der Organismus darauf reagiert, geeignete therapeutische Maßnahmen verschiedenster Art herausgefunden werden.

 

Jeder Stress, jeder Reiz verändert den Muskeltonus.  


Dieser Stress kann

  • körperlich,
  • psychisch oder
  • chemisch-toxisch

sein.


Positive Reize können Heilmittel, manuelle Behandlung, Akupunktur oder auch Medikamente sein.


Die getesteten Muskeln reagieren auf normale Art, d.h. sie reagieren mit Stärke und lassen  sichb entspannen.


Negative Einflüsse können Allergene, unverträgliche Lebensmittel, toxische Substanzen, Störfelder oder Stress sein. Die getesteten Muskeln reagieren mit Schwäche oder mit Verspannung, d.h. sie lassen sich nicht entspannen.

 

Durch Anwendung der richtigen Therapie reagiert der getestete Muskel mit seinem normalen Tonus, stark und lässt sich entspannen.          

      

Die vielen Gesichter der Kinesiologie.

Die vielen Gesichter der Kinesiologie lassen sich auf eine Spaltung in zwei Gruppen unter den Schülern des Begründers George Goodheart zurückführen, die sich in verschiedene Richtungen weiterentwickelten.


Die erste Gruppe war rein medizinisch-therapeutisch und richtete sich an medizinische Fachkreise wie Ärzte, Zahnärzte, Heilpraktiker und Physiotherapeuten und wurde Applied Kinesiology genannt.

Die zweite Gruppe entwickelte die Erkenntnisse George Goodhearts zur Methode Touch for Health (Gesund durch berühren), die ursprünglich für Laien gedacht war und den Grundstein für die heutige energetische und pädagogische Kinesiologie legte. Aus dieser Bewegung gingen später auch hochspezialisierte Zweige wie die EDU-Kinesiologie, die psychische Kinesiologie, Systemische Kinesiologie und viele andere, hervor.



Applied Kinesiology (medizinische Kinesiologie)


Die Applied Kinesiology (AK) ist eine primär diagnostische Methode. Man kann sie auch medizinische Kinesiologie nennen. Die AK unterscheidet sich klar von den vorgenannten kinesiologischen Richtungen. AK ist Diagnose- und Therapiesystem, das ausschließlich medizinischen Berufen wie Ärzten, Heilpraktikern oder Physiotherapeuten vorbehalten ist. Anwender der AK haben beim International College of Applied Kinesiology (ICAK) eine fundierte Ausbildung genossen.

Auch bei der AK ist die Basis der korrekte Muskeltest, mit dessen Hilfe eine funktionsdiagnostische Aussage über biochemische und strukturelle Störungen gemacht werden kann und mit dessen Hilfe die exakte Therapiemethode gefunden werden kann. Allerdings unterscheidet sich der Muskeltest vom Test anderer kinesiologischer Methoden.

Im Vordergrund steht die Diagnose. Die Therapie der AK ist ganzheitlich. Ganzheitlich therapieren bedeutet, die verschiedenen Komponenten, die zu gesundheitlichen Störungen geführt haben, zu erkennen, zu verstehen und aus diesem Verständnis heraus die optimale Therapie anzuwenden.

Die Therapie der AK besteht, je nach Resultat des Muskeltests aus manueller Therapie, aus dorthomolekularer Therapie oder aus energetischen Methoden.


Touch for Health


John F. Thie entwickelte aus den Erkenntnissen Goodhearts die Methode Touch for Health (Gesund durch berühren). Er wollte  für Laien eine Möglichkeit schaffen, sich energetisch ins Gleichgewicht zu bringen, das Immunsystem zu stärken und die Selbstheilungskräfte anzuregen. Der Muskeltest wird als Biofeedback-Instrument  verwendet, der es uns erlaubt, den energetischen und emotionalen Zustand des Getesteten zu erfahren. Der Muskel zeigt auch, was dem Körper fehlt, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen, das heißt er wird wieder stark, wenn  wir das richtige tun, die richtigen Nahrungsmittel essen oder neue positive Gedanken entwickeln.


Das Korrigieren oder Ausgleichen der schwachen Muskeln wird Balance genannt. Bei dieser Methode werden  mindestens 14 Muskeln getestet. Jeder Muskel gehört zu einem Meridian oder Funktionskreis. Die schwachen Muskeln geben Hinweise auf gestörte Energiekreisläufe. Das Korrigieren der schwachen Muskeln geschieht über Akupressurpunkte, und Reflexpunkte und durch das Auflösen seelischer Ursachen.


EDU- Kinesiologie


Später wurde von Dr. Paul E. Dennison, einem  Pädagogen die Edu-Kinesiologie entwickelt. Schwerpunkt dieser Methode ist das Gehirn und die Gehirnfunktionen. Lernschwierigkeiten, Konzentrationsprobleme, Legasthenie usw. sind oft die Folge der fehlenden Zusammenarbeit unserer beiden Hirnhälften.

Beide Hälften haben ganz unterschiedliche Aufgaben haben. Die linke Hirnhälfte ist die rationale, mathematisch denkende Hälfte. Hier sitzt auch das Sprachzentrum. Die rechte Hälfte dagegen ist mehr gefühlsorientiert, kreativ, ganzheitlich, bildhaft.
Die beiden Teile sind durch ein Bündel von Nervenfasern, dem Corpus callosum verbunden.

Zum Lernen von Neuem, ja für jede Tätigkeit benötigen wir beide Hirnhälften.  Schauen wir uns das einmal am Beispiel Aufsatz an. Bei einem  Schüler, der nur seine linke Hirnhälfte benutzt, wird der Aufsatz ein nüchterner, klarer Bericht. „Dann war das, dann machte er das. Der Aufsatz wird meist zu kurz. Es fällt ihm einfach nichts ein, was er noch schreiben könnte.  Der Schüler mit Rechtshirn-Dominanz würde das Thema ausschmücken. Oft findet er kein Ende oder verfehlt vor lauter schmückendem Beiwerk das Thema.

Unter Stress wird die Verbindung der beiden Hirnhälften unterbrochen, wir reagieren, handeln nur noch eingleisig. Unsere Reaktionen und Entscheidungen fallen entweder nur noch gefühlbetont oder rein rational aus. Wir sind nicht mehr in der Lage, abzuwägen und alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen.


Die Edu-Kinesiologie setzt den Muskeltest ein, um visuelle, auditive, emotionale- und Hirnintegrations-Blockaden zu erkennen. In sog. Brain-Gym- oder Edu-K-Balancen werden verschiedene Muskeln als Indikator für die Dimensionen Lateralität, Zentrierung und Fokus verwendet sowie und die bei einer Blockade jeweils erforderlichen Übungen ausgetestet. Die „Dennison-Lateralitätsbahnung“ ist das Kernstück dieser Übungen und besteht aus einer Serie von kontralateralen-und homolateralen Bewegungen, kombiniert mit bestimmten Blickrichtungen.

Über den Muskeltest werden auch die Blockaden festgestellt, die zur verminderten geistigen Kapazität führen. Das können emotionale Blockaden, Allergien oder chemische Einflüsse sein.


Psychische Kinesiologie


Im Vordergrund dieser Methoden stehen emotionale Blockaden, die mit dem gerade bearbeiteten Problem zu tun haben. So können Depressionen, Ängste und Phobien, Beziehungsprobleme, Prüfungsangst, aber auch Krankheiten und Beschwerden durch aktuellen Stress oder durch verdrängte, nicht verarbeitete Kindheitserlebnisse, entstehen.


Über den Muskeltest können diese emotionalen Ursachen erkannt und dem Klienten bewusst gemacht werden.

Neben der Einteilung in rechte und linke Hirnhälfte geht die psychische Kinesiologie auch von einer Vorne-Hinten –Teilung aus. Das Vorderhirn, genauer gesagt, die Großhirnrinde, ist der Bereich für logisches Denken, für das Gegenwartsbewusstsein. Alle Informationen kommen hier an, werden bearbeitet und  weitergeleitet. Im Idealfall benutzen wir diesen Bereich, um angemessen zu handeln, zu reagieren und Entscheidungen zu treffen. Doch haben wir diesen Idealfall nur selten, Emotionaler  Stress blockiert den Zugang zum Vorderhirn. In einer Stress-Situation reagieren wir mit dem Hinterhirn, nach alten Mustern.

Unsere Reaktionen, unser Fühlen und Handeln werden bestimmt durch Erfahrungen der Vergangenheit und dadurch, wie wir diese Erfahrungen bewerten.
Um tiefliegende emotionale Blockaden zu lösen, ist es wichtig, die in der Kindheit entstandenen Muster zu finden und aufzulösen.

Alle Eindrücke, die wir erhalten, werden zunächst in der Großhirnrinde des Vorderhirns aufgenommen, verarbeitet und über Nerven an eine wichtige Region im Mittelhirn weitergeleitet, das limbische System. Das limbische System ist für die Steuerung der Gefühle und der Körperphysiologie verantwortlich.

Im Zentrum des limbischen Systems liegt der Hypothalamus. Diese Drüse ist sensorisch sowohl mit der Großhirnrinde als auch mit der Körperbiologie verbunden und steuert über das Nervensystem elementare Körperfunktionen wie Hunger, Durst, Sexualität, Temperatur, Puls, Blutdruck usw.   

Und hier findet die Umwandlung von emotionalen Informationen in sog. Botenmoleküle oder Neuropeptide statt.

Diese Neuropeptide sind also die Verbindung zwischen unserem Gehirn und dem Körper. Das bedeutet, daß die Seele über diese Neuropeptide, gemeinsam mit Hormonen, durch das Zentralnervensystem als Vermittler, Zugang zu allen Organen hat und ihre Funktion beeinflussen kann. Diese Verbindung erklärt die rein körperlichen Reaktionen auf emotionale Zustände, wie zum Beispiel das rote Gesicht bei Wut oder das Herzklopfen bei Angst oder freudiger Erregung, oder eben, bei länger dauernden Belastungen auch die Krankheiten.

Heilung des Körpers kann  nur erfolgen, wenn auch die emotionale Ebene mit einbezogen wird.

Ziel der psychischen Kinesiologie ist es, die eingespeicherten Programme durch  neue Einsichten und Erkenntnisse  zu ersetzen oder „umzuprogrammieren“, um wieder mit dem Vorderhirn, bewusst und logisch reagieren zu können.

Hier bieten sich NLP-Techniken wie die Bild-oder Film-Technik, Farben und Symbole an.